Peking – Ich hasse Masse

Wir haben nicht viel zu berichten über Peking . Wir finden es dort schrecklich. Ein riesiger Käfig vollgestopft mit Menschen. Massenhaft Menschen. Man sagt, Peking ist so gross wie Belgien!!! Natürlich sind wir zur völlig falschen Zeit in dieser Stadt gelandet. Es ist Super High Season. Ganz China reist plus natürlich die Touristen von überall sonst. Einen Tag gingen wir in die Verbotene Stadt, ist ja ein Must-see in Peking. Nun ja, wir glauben zumindest dass wir dort waren. In Minischritten ging es über den Tiananmen- Platz, dem grössten öffentlichen Platz der Welt. Konnten wir nicht einschätzen, da dieser übersät war mit Menschenmassen, davon 80% unter Regenschirmen. So auch wir, da die Sonne so knallte und die Kopfhaut schon brannte. Wie bei einem Einlass eines ausverkauften Konzert (Grösse U2 oder Rolling Stones) ging es in die Verbotene Stadt. Zwischendurch aufdringliche Händler und lustig aussehende Chinesen (es war zumindest ihr Ziel, lustig auszusehen) welche sich anboten ein Foto mit Ihnen zu machen. Natürlich nur gegen Geld. In der Verbotenen Stadt selbst ging es auch nur langsam voran. Rushhour. Nur zu Fuss eben. Wir nahmen einen Audio Guide. Toll, ein lustig sprechender Chinese erzählt in unser Ohr. Das ganze funktionierte mit GPS. Wenn man vor dem entsprechenden Tempel stand, quatschte der los, aber sobald man einen Schritt zu weit ging, hörte er wieder auf. Zurückspulen geht nicht. Alles wird nur einmal erzählt. Also passierte es uns oft, dass wir den spannenden Teil verpassten, weil man von der Menschenmasse einfach nen Meter neben den Tempel geschoben wurde. Normalerweise geht die Tour 4h…wir gaben nach einer Stunde auf. Wütend und laut vor uns her schimpfend latschten wir energisch Richtung Ausgang. Dauerte auch  noch mal. Und zwischendurch wieder der Chinese im Ohr…“Nun zehen zie die Tempel der höxten Harmonie….!!!”



Auch der Smog ist enorm. Wir gehen davon aus dass es Smog ist, aber die Sicht betrug von nem Hügel über die Stadt knapp 100m. Die Stadt wirkt immer farblos und grau.



Die 16 Millionen Einwohner sind immer unterwegs in der Metro. Zu jeder Tages – und Nachtzeit. Es wird überall gestopft. Da kann man ja nur komisch werden. Die Pekinger werden nicht unsere Freunde. Wir konnten der Stadt nicht viel abgewinnen. Hier zu leben oder zu studieren, wäre der Horror für uns. Wir würden den ganzen Tag nur essen, weil wenigstens das ist hier verdammt gut! Gibt auch keinen Hund aufm Teller, sondern nur an der Leine.


Und ja, die Grosse Mauer. Der einzig wertvolle Ausflug den wir machten. Ganze 6 km! Jo, das war anstrengend. Wir sind von Jinshanling nach Simatai, ein weniger überlaufener Abschnitt, also demnach auch weniger restaurierte Wege. Dazu noch 40 Grad in der prallen Sonne. Am Ende zogen wir uns auf allen Vieren die steilen Stufen hoch. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt.




Heut sind wir mit dem Zug weiter nach Qingdao und erhoffen uns inständig, dass uns dort anderes erwartet als Mega Massen und Konzertbesuche. Unseren Zug schafften wir knapp und das auch nur durch sehr forsches Drängeln. Die South Beijing Railway Station ist ein neuer moderner Bahnhof. Wir dachten erst, wir wären falsch und am Flughafen gelandet. Ein riesiger verglaster Bau mit tausend Rolltreppen und Security Checks wie am Flughafen. Auch die Gleise sind hier als Gate ausgeschildert. Laut auf deutsch schimpfend auf Land und Leute irrten wir umher und suchten das bekloppte Gate 10. Als wir dort ankamen, standen dort spontan geschätzt 5000 Menschen. Man kann sich eventuell vorstellen, wie eine „volle Schlange“ hier aussieht. Gern wären wir einfach in Ohnmacht gefallen, weil wir keine Lust mehr hatten, aber wir konnten uns direkt vorne durch die Kontrolle schmuggeln, nachdem wir panische Gesichter machten und irgendeinen Blödsinn brüllten. Und schon ging die kleine Schranke nebendran auf. Rolltreppe runter gestürzt und noch gerade so in den Zug gesprungen. Ein moderner ICE, nur werden hier auch Gangplätze verkauft. Auf in eine gemütliche Fahrt!


Fazit: Peking ist wie ne olle Tante zu der man nicht gerne zu Besuch ist, weils da so mieft, die ne hysterische quakige Stimme hat und die einem immer grob am Arm zerrt, wenn man die Scheibe der geputzten Vitrine berührt hat. Zudem hat sie tausend Schwestern, die alle wild umher schreien. Aber ihr Kuchen ist immer lecker!


Chinesen sind Ferkel!

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